helles blau
-für brigitte-
sachte
berührt mich
ein blick aus deinen augen
zart
fängt eine
geste meinen atem ein
weich
umspült das
meer meine schritte
leise
vertraut sich
ein gedanke mir an
plötzlich
fällt ein
stück himmel in mich
(11/2007)
Unmöglich
ist es möglich,
dass etwas unmöglich ist.
(9/2003)
SOS
Undurchdringlicher Nebel.
Nässe und Kälte.
Mein Herz morst
tüt tüt tüt – tüüt tüüt tüüt – tüt tüt tüt.
(9/2003)
NICHTS WEITER
Ich schau weg,
weil ich sonst immer hinsehen muss.
Ich sag nichts,
weil ich sonst zu viel rede.
Ich gehe fort und weiß ganz genau,
dass ich so gerne hier bliebe.
Ich werde ganz starr und es zittert in mir.
Es ist unerwiderte Liebe.
(9/2003)
SEHN-SUCHE
Ich suche die sichere Liebe,
bei der ich nicht immer vergeh,
ruhige und schmerzlose Tage
und Leben, das ich versteh.
Ich suche das Sein ohne Leiden,
das nicht mir das Herz zerreißt,
die endgültige Antwort,
die einen Weg mir weist.
Ich suche auf vielen Pfaden
und schreib es in ein Gedicht.
Ich finde nur eine Klarheit:
So etwas gibt es nicht.
Leben ist Frage nicht Antwort.
Leben ist Unsicherheit.
Leben ist Wandern und Irren
manchmal voll Schmerz und Leid.
Leben ist Vorwärtsgehen
und wieder zwei Schritte zurück.
Leben ist Weltnichtverstehen.
Und doch ist es Glück.
(9/2003)
TRAURIGFROH
Ich bin allein auf dieser Welt
und fürchte, dass mir das gefällt.
Bin ohne Worte, schweige still,
ich spüre nicht mehr, was ich will.
Selbst im Gedränge steh ich weit
und bin allein nicht eingereiht.
Ich stehe einsam, fühl es so,
das macht mich traurig oder froh.
Das macht mich ängstlich, macht mir Mut.
Einsamkeit ist schrecklichgut.
(4/2003)